15.02.2017

Niederlage im EM-Finale

Meller Kickboxer zeigt starke Leistung

Melle/Mühlheim. Hamsah El Malla bereitete sich Monate auf den Kampf nach K1-Regeln vor. Doch kurz vor dem Wettkampf musste der Sportler zunächst gegen eine Erkältung kämpfen.

Geschwächt aber hoch motiviert stieg der 17-jährige Hamsah El Malla in den Ring. Noch am Vorabend erhielt er von seinem Trainer eine Nasendusche, um die Atemwege freizuspülen.

Zwei der Gegner waren vermutlich aus gesundheitlichen Gründen erst gar nicht erst zum Wettkampf angetreten, sodass nur noch ein Mitstreiter in seiner Gewichtsklasse übrig geblieben war. „Ausgerechnet der Stärkste“, ärgerte sich Trainer Marius Houlali kurz vor dem Kampf.

Erschwerend kam der Heimvorteil von Gegner Belen Yantaki hinzu. Um den Ring versammelten sich knapp 30 seiner Unterstützer vom Gastgeber „Muay Thai Duisburg“. Die zehn angereisten Meller Anhänger der Kampfsportschule Houlali mussten ihren Kämpfer weit entfernt von der Tribüne aus anfeuern.

Auch die Duisburger ärgerten sich über die Wahl ihren Gegner. „Wir kennen Hamsah und seinen Trainer sehr gut und hätten uns gewünscht, nicht gegen Freunde antreten zu müssen“, berichtete Kerstin Guckes, Trainerin bei „Muay Thai Duisburg“. Trotzdem sahen sich beide Kontrahenten als Gegner, nicht als Freunde. Bereits vor dem Kampf versuchten sie, sich durch Blicke einzuschüchtern.

„Gegner hatte Angst“

Der Meller Fighter startete stark in jede Runde. „Als die ersten Treffer gesessen haben, hat der Gegner richtig Angst bekommen“, glaubt Houlali erkannt zu haben. Tatsächlich drängte El Malla seinen Gegner häufig in die Seile. Dennoch wurde die Partie auf Augenhöhe ausgeboxt, da der gesundheitlich angeschlagene El Malla sein hohes Einstiegstempo nicht durchhalten konnte.

Fast disqualifiziert

Für besondere Irritation sorgte ein Zahnschutz, der während der zweiten Runde plötzlich durch den Ring flog. Zunächst dachten viele Zuschauer, dass es sich um Equipment der Kämpfer handelte, woraufhin eine Plastikflasche in den Ring geworfen wurde, um auf den fehlenden Schutz aufmerksam zu machen. Der Schiedsrichter werte den Wurf der Flasche als Angriff aus der Meller Ecke, sodass eine Disqualifikation von Hamsah El Malla im Raum stand. „Ich bin extra zur Jury gegangen und habe mich dafür eingesetzt, dass Hamsah nicht disqualifiziert wird“, erinnerte sich Guckes. Der Ringrichter lies sich überzeugen, sodass die dritte und letzte Runde ausgekämpft werden konnte, auch, weil kein Meller am Flaschenwurf beteiligt war. Am Ende unterlag Hamsah El Malla nach Punkten und musste sich mit dem zweiten Platz zufriedengeben.

Quelle. noz - ein Artikel von Marek Majewsky 


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